Diabetes

Während der Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 multifaktorielle Erkrankungen sind, die von verschiedenen (unbekannten) genetischen Prädispositionen ebenso wie von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten verursacht werden, zählt der Maturity Onset Diabetes of the Young (MODY) zu den genetisch determinierten Erkrankungen. Diese Form des autosomal -Zell-Funktionsdominant vererbten Diabetes, der auf Defekten beruht, ähnelt der Symptomatik des Diabetes mellitus Typ 2, tritt jedoch typischer Weise bereits im jugendlichen Alter auf. Man schätzt, dass 2 bis 5 % der Diabetiker von MODY betroffen sind. Je nach mutationstragendem Gen können zurzeit die Subtypen MODY 1 bis 6 differentialdiagnostisch unterschieden werden. Klinisch relevant sind dabei vor allem die am häufigsten vorkommenden Formen MODY 2 und 3, deren zugehörigen Gene im Rahmen einer Stufendiagnostik initial untersucht werden, um differentialdiagnostisch zu einer optimierten Diagnosestellung und verbesserten Therapieplanung beizutragen.

Weiterführende Literatur
Slingerland AS. Monogenic diabetes in children and young adults: Challenges for researcher, clinician and patient. Rev Endocr Metab Disord. 2006 Sep;7(3):171-85
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1894829/pdf/11154_2006_Article_9014.pdf

Links:
Deutsche Diabetesstiftung
http://diabetesstiftung.de/
Deutsche Diabetesgesellschaft
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/