Differentialdiagnostik

Die Diagnostik komplexer Erkrankungen erfordert in der Regel eine enge Kooperation verschiedener medizinischer Fachrichtungen. Im Falle der Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird die unmittelbare kardiologische Diagnostik insbesondere durch bildgebende Verfahren und Laboranalytik unterstützt. So können zum Beispiel bei Patienten mit angeborenen Herzrhythmusstörungen in der Regel bereits durch Ultraschalluntersuchungen strukturelle Herzerkrankungen ausgeschlossen werden, während die elektrokardiographische Untersuchung (EKG) oftmals bereits entscheidende Hinweise auf eine Arrhythmie liefert. Weil die wichtigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Veränderungen in verschiedenen Genen verursacht werden können und zunehmend viele Gene als Erkrankungsursache bekannt werden, leistet die Identifikation des betroffenen Gens oftmals den differentialdiagnostisch entscheidenden Hinweis.